Kopf oder/und Bauch

“Ich verlasse mich auf mein Bauchgefühl” – ein vielzitierter und -gesprochener Satz. Tönt gut, attestiert der Person ein gutes Körpergefühl, Lebenserfahrung und Selbstvertrauen. Zudem kennen wir heute die enge Zusammenarbeit zwischen Darm und Hirn. Aber wie all unsere Sinnesorgane kann uns auch der Bauch täuschen, genau so wie der Kopf, weil beides auf unsere Erfahrungen zurückgreift. Je nachdem, welche wir bereits gemacht haben, entscheiden wir. Daher scheint mir ein kluges Abwägen sinnvoll und eine klare Unterscheidung, ob es um eine Gefühlssache oder um etwas eher Rationales geht. Bei der Auswahl von Mitarbeitenden ist das CV wichtig, aber auch der Bauch – es muss passen. Aber wann passt es denn? Wenn wir genau sind, können wir oft auch bei sogenannten Bauchentscheiden im Nachhinein klar benennen, was uns ein gutes oder ungutes Gefühl gegeben hat. Meist sind es konkrete Aussagen oder ein Verhalten, das uns ähnlich oder fremd war oder irritierend, weil nicht kongruent. Kopf und Bauch arbeiten also eng zusammen respektive: Es ist von Vorteil, wenn wir sie eng zusammenarbeiten lassen.

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